Saisonausklang in Bad Waldsee

...............der Rüdersdorfer Ruderverein verabschiedet sich von der RBL

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Die RBL in Leipzig

Rüdersdorfer SECUINFRA-Achter erlebt Debakel in Leipzig

Die Ruder-Bundesliga 2018 neigt sich langsam dem Ende zu. Am vergangenen Samstag stand der vorletzte von fünf Renntagen auf dem Programm. Dieses Mal ging es nach Leipzig. Nachdem die bisherige Saison für die Männer vom SECUNIFRA-Achter Rüdersdorf eher einer Berg- und Talfahrt glich, hieß es an diesem Wochenende noch einmal angreifen und den Platz im Mittelfeld der Bundesliga-Tabelle verteidigen. Doch was am Ende des Tages dabei herauskam, hätte für die Rüdersdorfer Männer schlimmer nicht sein können.

Eigentlich ist die Elsterflutbett-Arena in Leipzig die Lieblingsstrecke der Männer vom SECUINFRA-Achter Rüdersdorf. Nicht ganz ohne Grund, denn die finalen Entscheidungen finden hier unter Flutlicht statt. Ein Lichtspektakel nicht nur für die Zuschauer am Rand, sondern auch für die Ruderer selbst. Im letzten Jahr konnten die Rüdersdorfer Männer hier die Silbermedaille und damit ihr bestes Bundesliga-Ergebnis feiern. Beste Voraussetzungen also den Kampf um eine gute Tabellenposition wiederaufzunehmen. Nach dem 15. Platz beim letzten Renntag in Minden und dem Abrutsch auf den 11. Platz in der Liga-Tabelle haben sich die Rüdersdorfer Männer gemeinsam mit ihren Ruderkameraden aus Pirna für den Renntag in Leipzig eine Wiedergutmachung vorgenommen. Doch der Tag lief von Anfang an nicht wie geplant. In den Time-Trials wartete zunächst der RC Witten Achter. Ein starker Gegner, der um eine Position im vorderen Tabellenbereich kämpft. Die Männer aus Witten gingen als klare Favoriten in dieses Rennen. Doch beide Achter fanden an diesem Tag schlecht in den Wettkampf hinein. Dennoch konnten die Wittener ihrer Favoritenrolle gerecht werden und gewannen das Zeitfahren. Beim SECUINFRA-Achter hingegen verzweifelte Blicke. Nicht nur, dass sie das Zeitfahren verloren haben, sie lieferten außerdem die zweitschlechteste Zeit ab. Platz 17 von 18 Booten. Nur der Salzland-Achter aus Bernburg war noch langsamer auf der Strecke unterwegs. Und es sollte noch schwieriger werden. Denn im Achtelfinale wartete ein echter Hammer: der Melitta-Achter aus Minden. Ein Kandidat für die Ligakrone in diesem Jahr. Hier sollte es für die Rüdersdorfer Männer richtig bitter werden. Mit über zwei Sekunden Vorsprung überquerten die Mindener die Ziellinie zuerst. Auf einer Strecke von 300m ist das eine deutliche Ansage. Spätestens jetzt war allen klar: Die Verteidigung der Tabellenposition wird heute schwer. Aber die Männer um Tim Bartels, Alexander Bast und Florian Richter gaben noch nicht auf. Auch wenn der Gegner im Viertelfinale wieder eine harte Nuss werden würde: der Waldsee 8er. Bereits beim Bundesliga-Auftakt in Frankfurt am Main musste sich der SECUINFRA-Achter der Mannschaft aus Bad Waldsee geschlagen geben. Doch die Rüdersdorfer gaben nochmal alles. Mit einem hauchdünnen Vorsprung von einer knappen Zehntelsekunde retteten sie ihren Bugball zuerst über die Ziellinie. Da war er, der langersehnte erste Sieg an diesem Tag. Es sollte der Einzige bleiben. Doch die Euphorie war zunächst einmal wieder da, denn im Halbfinale ging es gegen den Salzland-Achter. Der vermeintlich leichteste Gegner, der bei den Renntagen in Frankfurt und Werder bereits deutlich geschlagen werden konnte. Auch an diesem Tag lagen die Männer aus Bernburg im Zeitfahren noch deutlich hinter dem Rüdersdorfer Boot. Beste Voraussetzungen also um den aufkeimenden Aufwärtstrend der Rüdersdorfer Mannschaft beizubehalten. Doch so leicht wollten die Bernburger es ihnen nicht machen. Beide Mannschaften lieferten sich ein spannendes und knappes Rennen. Dieses Mal lag das Glück jedoch auf Seiten der Bernburger. Sie konnten das Viertelfinale für sich entscheiden. Ein bitterer Rückschlag für den SECUINFRA-Achter Rüdersdorf. Mit einem Sieg hätte man den Abrutsch vom 11. Tabellenplatz noch verhindern können. Doch dieser Wunsch hatte sich nun endgültig verabschiedet. Das anschließende Finalrennen war nur noch Makulatur. Hier mussten die Rüdersdorfer Männer nochmal alles geben, um nicht noch mit dem letzten Platz an diesem Renntag nach Hause zu fahren. Der Gegner: das Sprintteam Mülheim. Nochmals ein starker Gegner zum Abschluss des Tages. Doch es gelang den Rüdersdorfern nicht nochmal alle Kräfte zu mobilisieren. Auch aus diesem Rennen musste sich der SECUINFRA-Achter mit einer Niederlage verabschieden. Damit stand das Ergebnis fest: Es reichte nur für den letzten Platz an diesem Renntag und der Fall in der Liga-Tabelle auf Platz 15. Eine herbe Enttäuschung. Da half auch der Zuspruch der mitgereisten Fans nicht mehr. Als Sieger triumphierte am Ende der Gegner aus dem Achtelfinale, der Melitta-Achter „Team Black“ aus Minden. Sie liefern sich in dieser Saison ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit dem Hauptstadtsprinter aus Berlin um den Liga-Champion. Dem SECUINFRA-Achter Rüdersdorf bleibt hingegen nur noch eine Möglichkeit die Saison mit einem guten Ergebnis abzuschließen. In drei Wochen geht es zum letzten Renntag nach Bad Waldsee in Baden-Württemberg.

 

Julia Hilpert

Rüdersdorfer Ruderverein Kalkberge e.V.

Fotos (Rechte: Alexander Pischke/RBL)

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Rüdersdorfer Sommercamp 2018

Der Rüdersdorfer Ruderverein lud zum Sommercamp 2018 ein.....

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RBL die dritte Runde

So nah dran war die Ruder-Bundesliga noch nie

Einzigartig – anders kann man den dritten Renntag der Ruder-Bundesliga am vergangenen Samstag nicht zusammenfassen. Dieses Mal ging es ins ostwestfälische Minden. Und dort wartete ein ganz besonderes Experiment des Liga-Veranstalters auf die Sportler und Zuschauer. Der Renntag in Minden ist zugleich Halbzeit im Ligabetrieb. Auch für den SECUINFRA-Achter aus Rüdersdorf. Zielstellung für die Halbzeitpause: den neunten Platz in der Tabelle und damit den Anschluss an die Spitze halten. Dieses Mal war es allerdings so eng wie noch nie – aber nicht aus sportlicher Sicht.

Es gibt Renntage in der Ruder-Bundesliga, die sind besonders und es gibt Renntage, die sind einfach nur spektakulär. So wie der dritte Renntag in Minden, einem beschaulichen kleinen Örtchen in Ostwestfalen. Wer rechnet damit, dass ausgerechnet dieses kleine Örtchen mit einem Bundesliga-Renntag aufwartet, den es so noch nie gegeben hat. Schauplatz: das Wasserstraßenkreuz in Minden. Hier kreuzt der Mittellandkanal die Weser. In einer 24m breiten Trogbrücke, 13m über dem schiffbefahrenen Fluss. Eine Herausforderung für jeden Steuermann, denn die Rennstrecke war dieses Mal besonders eng. Zwischen Kaimauer und Bojenkette hatten die Achter gerade einmal 2m Platz. Steuerfehler hätten hier enorme Schäden am eigenen Boot und sogar dem gegnerischen Boot bedeuten können.  „Ich glaube alle haben im Vorfeld damit gerechnet, dass es eine Materialschlacht geben würde und welches Team es wohl treffen könnte. Aber Gott sei Dank ist nichts passiert“, resümiert Christian Nowak vom SECUINFRA-Achter Rüdersdorf am Ende des Tages. Der letzte Renntag in Werder an der Havel im heimischen Revier lief für die Rüdersdorfer Männer mit ihren Kooperationspartnern aus Pirna nicht wie erhofft. In der Tabelle ging es zwar zwei Plätze nach oben aber sportlich gesehen, war die Mannschaft noch nicht vollends zufrieden. An diesem Tag wollte man es besser machen. Dabei helfen sollten dieses Mal Benjamin Kawalle, Tino Töpfer, Matthias Mehl-Uderhardt, Christian Nowak und Mirko Leiste. Doch es kam anders als geplant.

In den Time-Trials wartete gleich mal eine echte Herkulesaufgabe: der Hauptstadtsprinter aus Berlin. Sieger des vergangenen Renntages und Tabellenführer gemeinsam mit dem Gastgeber-Achter aus Minden. Der Rüdersdorfer Mannschaft um Schlagmann Benjamin Kawalle war bereits vor dem Start klar, das wird schwer! Sie sollten recht behalten. Das Rennen ging mit drei Sekunden  Vorsprung an den Hauptstadtsprinter.  Und nicht nur das. Die Zeit von 1:02 Minuten reichte gerade einmal für Platz 14 von 18. Allen war klar, im Achtelfinale musste unbedingt ein Sieg her, um am Ende des Tages noch um die vorderen Plätze mitzufahren. Der Gegner im Achtelfinale hieß wieder einmal TK-Achter aus Dresden. Ein Déjà-vu, denn bereits in Werder ging es im Achtelfinale gegen die Mannschaft aus Dresden. Dort mit dem besseren Ende für den SECUINFRA-Achter. Vom Start weg lagen beide Boote gleich auf. Es sollte wieder einmal ein harter Kampf werden. Doch dann verlor Tino Töpfer den Grip an seinen Riemen, zog den sprichwörtlichen „Krebs“ und blieb mit seinem Riemen im Wasser hängen. Dieses Mal hieß der Sieger in diesem Duell TK-Achter aus Dresden. Die Enttäuschung stand den Rüdersdorfer Männern ins Gesicht geschrieben. Doch es half alles nichts, denn im Viertelfinale wartete mit dem Emscher-Hammer Achter aus Wanne-Eickel/Hamm eine neue Chance. Ein Gegner, der schlagbar ist, aber nicht zu unterschätzen. Doch auch hier lag das Glück nicht auf der Seite der Rüdersdorfer. Auch den Sieg im Viertelfinale musste der SECUINFRA-Achter an den Gegner abgeben. Spätestens jetzt war allen klar, heute wird es nicht mehr weit nach vorne gehen. Einziger Hoffnungsschimmer: der Weserbergland-Achter aus Hameln. Der Gegner im Halbfinale kämpft in der Bundesliga-Tabelle um die rote Laterne. Dieses Mal waren die Rüdersdorfer in der Favoritenrolle und dieser konnten sie auch gerecht werden. Der erste Sieg an diesem Tag für den SECUINFRA-Achter. Zu spät, denn im Finale ging es jetzt nur noch um den 15.Platz. Dort wartete der Travesprinter aus Lübeck. Ein Gegner, der schon in der vergangenen Saison im hinteren Tabellenfeld der 2. Bundesliga zu finden war. Mit 2 Sekunden Vorsprung ließen die Rüdersdorfer ihren Gegnern keine Chance. Immerhin ein Sieg auch im Finale. Am Ende des dritten Renntages steht für den SECUINFRA-Achter Rüdersdorf ein 15. Platz auf dem Tableau. Zu wenig. „Wir haben die Chancen auf eine gute Platzierung gleich am Anfang liegen lassen. Nach hinten heraus konnten wir zwar noch was gut machen aber nur, weil auch unsere Gegner dann nicht mehr zu den Besten gehörten“, bringt es Schlagmann und Teamchef Benjamin Kawalle auf den Punkt. Sieger des Renntages ist erneut der Hauptstadtsprinter aus Berlin. Sie konnten mit diesem Sieg ihren Vorsprung in der Tabelle ausbauen. Für den SECUINFRA-Achter geht es dagegen bergab. Den guten neunten Platz nach dem vergangenen Renntag in Werder konnten die Rüdersdorfer nicht mehr halten. Stattdessen geht es zurück auf den 11. Platz. Beim kommenden Renntag in Leipzig heißt es dann wieder, alles auf Anfang. Noch haben die Rüdersdorfer Männer zwei Renntage Zeit sich wieder nach oben zu arbeiten. Trotz des schlechten Abschneidens an diesem Tag ist die Mannschaft aus Rüdersdorf begeistert von Minden. „Die Kulisse hier ist einfach einzigartig. Vor allem, weil die Zuschauer auf der Kaimauer direkt neben der Rennstrecke stehen. In Hamburg auf der Binnenalster ist die Nähe zum Publikum schon gewaltig aber hier ist das noch viel extremer“, zeigt sich Benjamin Kawalle begeistert und setzt zwinkernd hinzu: „Nirgendwo sonst schlägt man sein Boot 13m unterhalb der Rennstecke ab. Auch das ist einzigartig in Minden“.

Julia Hilpert

Rüdersdorfer Ruderverein Kalkberge e.V.

Pressefotos (Rechte: Alexander Pischke/RBL).

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